Bern

Bild

Im Kanton Bern gibt es nicht nur guten Emmentaler Käse...

Das Weinbaugebiet in der deutschen Schweiz umfasst etwa 250 Hektar Rebfläche. Der Weinbau beschränkt sich (nebst den kleinen Rebhängen von Spiez und Oberhofen ), auf das Bielerseeufer.An den Ufern des Bielersees wird seit jeher Weinbau betrieben. Klöster und Adelsfamilien waren früher die Besitzer der Rebberge. Mit der Reformation im 16. Jahrhundert verloren diese jedoch ihre Besitztümer an den Staat und die Patrizier von Bern und Biel. Die Besitzer wechselten, doch die Rebarbeiter blieben die selben. Es waren die Seeanwohner, die "Seebutzen", die nach und nach selbst zu Besitzern wurden. Dies ist bis heute so geblieben.1782 wurde die Rebgesellschaft Twann-Ligerz-Tüscherz - die heutige Rebgesellschaft Bielersee - gegründet. Heute ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Produzent und Konsument und vereint den Rebbauern mit dem Freund des guten Bielerseeweines. In den steilen Lagen hoch über dem See ist die Bearbeitung und Pflege der Reben nur mit sehr viel Handarbeit möglich. Die Neigung im Rebgebiet liegt zwischen 30 -70%. Deshalb ist selbst in Parzellen, in denen kleinere Maschinen eingesetzt werden können, die Arbeit sehr beschwerlich. Diese Situation ist einer der markantesten Unterschiede gegenüber Weinbaugebieten in der Ebene. Dafür aber profitieren die steilen Hanglagen mehr von der Sonne. Der nahe See tut sein übriges. Er reflektiert die Sonnenstrahlen auf unsere Reben und speichert Wärme. Die Reben danken dies mit hervorragender Qualität ihrer Trauben.